Wer hilft mir, wenn ich mal wieder in das Loch in meinem Herzen stürze? Er müsste mir seine Hand reichen und sich weit nach unten strecken, soweit das er selbst dem Sturz gerade noch entgehen kann. Wer würde dieses Risiko eingehen für mich, der sich ohne zu zögern wieder hineinstürzt sobald er oben am Abgrund steht?
Macht es dann überhaupt Sinn mir Hilfe zu erhoffen. Ich will oder kann sie nicht annehmen, ganz sicher bin ich mir da selbst nicht. Ich weiß aber sehr genau das es vergebliche mühe wäre. Doch was wäre die Alternative? Last Minute in die Hölle ohne Rückflug? Damit hätte das elend ein Ende, nur fehlt mir die nötige spontanität. Zum leben zu dumm, zum sterben zu feige. Also proste ich meinem Spiegelbild zu und hoffe es verschwindet von ganz allein. Mit meinen Gefühlen hatte das doch auch wunderbar geklappt, also warum nicht auch hier? Aber dumm gelaufen, denn was man sich wünscht geht leider nie in Erfüllung. So langsam hätte ich das eigentlich auch raffen müssen. Immerhin habe ich es mittlerweile aus dem Loch geschafft doch ich lerne aus Fehlern nur langsam und mache es mir wieder am Rande des abgrundes gemütlich,schließe die Augen, atme tief ein und lasse mich fallen….

Nachtschichtgulasch

Wofür das alles? Wie schafft es die große Schafsherde einen Grund oder sogar einen Sinn für ihr immer gleiches Tun zu finden? Und warum will ich mich immer von der Masse abheben aber trotzdem nicht auffallen? Kann ich denn nicht einfach “normal” sein? Oder endlich jemanden finden, der meine Melancholie und meine Blockaden mit mir Teilt? Warum muss ich mich von der Einsamkeit zerfressen lassen? Wie soll ich mich alleine dagegen zur Wehr setzen? Bin ich wirklich so alleine, oder nur zu narzisstisch um wahrzunehmen, dass ich anderen etwas bedeute? Kann ich so etwas überhaupt wahrnehmen solange ich mich meinen Emotionen verweigere? Werde ich jemals meinen Seelenverwandten finden, dem ich vertrauen kann und für den ich mich öffnen kann? Jemanden der mich nimmt wie ich bin, jemanden der Verständnis für mich fertigen Loser aufbringen kann? Habe ich zu hohe Ansprüche? Wie kann mich jemand lieben, wenn ich selbst nicht weiß ob ich mich liebe oder verachte? Warum nur muss immer alles schwarz oder weiß sein, hell oder dunkel, gut oder schlecht? Wie lerne ich einen Mittelweg zwischen Liebe und Hass? Warum bestehen meine Gedanken nur noch aus Fragen, die ich nicht beantworten kann? Warum kommen mir meine Gedanken immer so primitiv und “unüberlegt” vor? Warum habe ich nur im druffen Kopf, völlig betäubt, die Muse dazu dieses WirrWarr, welches ich für meinen Verstand halte, nierderzuschreiben? Warum habe ich nicht den Mumm das Geschriebene anschließend nochmal zu lesen? Würde mir das helfen oder verstören? Wird dies hier jemals von irgendwem gelesen werden? Will ich das überhaupt? Warum wechselt meine Meinung ohne Pause?